Am 22. September feiern wir das Jahreskreisfest "Mabon". Die herbstliche Tag- und Nachtgleiche ist ein Sonnenfest und kann darum genau mittels dem julianischen Kalender auf ein Datum festgesetzt werden. 

Mabon bedeutet so viel wie «Grosser Sohn». Sohn von Mutter Modron, einer walisischen Göttin und Hüterin der jahreszeitlichen Übergänge. Modron ist die Schutzherrin der "Anderswelt" und verkörpert Mutter Erde. 

Die Geschichte erzählt, dass der kleine Sohn Mabon von der Erde verschwand, als er nur drei Nächte alt war. Seine Mutter, die Erde, litt sehr darunter.

Sie suchte überall nach ihm. Gefunden wurde Mabon letztendlich von drei Tieren: einer Amsel, einem Hirschen und einer Eule. Sie fanden ihn in der Anderswelt, welche auch die Bauchhöhle der Mutter Erde ist. Diese Anderswelt ist ein verzauberter Ort, aber auch ein Ort der Herausforderung. Und nur an einem solchen Ort konnte der Sohn der Erde wiedergeboren werden, als Sohn des Lichts. Letztendlich umfasst diese Geschichte einmal mehr den großen Mythos rund um die Erdengöttin und damit um das weibliche Prinzip und ihren Sohn, der seit jeher das männliche Prinzip verkörperte und sein Leben stets selbst opferte, um dem großen Kreislauf des Lebens zu dienen.

"Mabon“ ist allerdings ein relativ junger Begriff, der in den 70er Jahren erstmalig auftauchte.

Möglich, dass dieser Namen von Wicca Zirkeln geschaffen wurde, die für dieses Fest einen schönen Namen haben wollten. So genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen. 

Tatsache ist, dass Erntedank und die Tagundnachtgleiche bereits bei unseren keltischen Ahnen gefeiert wurde.

Art by Natasa Ilinicic: http://natasailincic.com/

Wir dürfen ins Gleichgewicht kommen! Denn zu der Tag- und Nachtgleiche kommt noch die Energie des Tierkreiszeichens Waage ab dem 24. September für einen Monat. Der Moment im Jahreskreis also, um sich damit zu befassen was du zu wenig oder zu viel hast, und was im Gleichgewicht bei und in dir ist. 

Wie du Mabon feiern kannst

Achterschleife

Das Gehen der Achterschleife lässt uns in den ewigen Kreislauf des Lebens eintauchen. Die eine Hälfte der Acht ist das vergangene halbe Jahr, der Schnittpunkt ist in der Gegenwart und die andere Hälfte ist das kommende halbe Jahr. So kann man beim Gehen der Achterschleife immer wieder das Alte loslassen, den Jetzt Zeitpunkt spüren und den neuen Weg gehen.

Die liegende Acht ist auch immer das Zeichen der Unendlichkeit. Sie ist die unendliche Schleife, die uns einmal mehr bewusst macht, dass das Leben ein steter Wandel, ein ewiges auf und ab und ein Zyklus verschiedenster wiederkehrender Themen ist.

Füllebad

Auf körperlicher Ebene hiess es früher, dass ein Bad vor Sonnenaufgang an der Herbst-Tag- und Nacht-Gleiche vor Krankheiten schützen solle. Vielleicht magst das ausprobieren und dir gönnen?
Geniesse ein Bad mit Rosenblätter zum Beispiel. 

Naturmandala

Lege ein Naturmandala mit den Früchten der Erde. Zeige deine Dankbarkeit gegenüber der Fülle von Mutter Erde und bringe etwas zurück davon in die Natur. Du kannst mit den Kindern zusammen ein Mandala aus Herbstblätter legen oder aus Nüssen, Äpfel, Linsen, Reis, Körner, Beeren usw. 

Räuchern

Das Räucherwerk zu Mabon sollte genau so bunt und vielfältig wie der Herbst sein. Du kannst getrocknete Herbstbeeren zusammen mit Kräutern und Harzen des Waldes räuchern. Eine mögliche Mabonräucherung könnte demnach aus getrockneten Hagebutten, Holunderbeeren und Weißdornfrüchten bestehen, die zusammen mit den Herbstkräutern der Wiese (Thymian, Schafgarbe, Goldrute usw.) und einigen Wurzeln (Engelwurz, Baldrian) verräuchert werden. 

Jahreszeitentisch

Gestalte einen herbstlichen Jahreszeitentisch mit der Fülle aus dem Garten und Feld. Ideen und Spiele dazu findest du auch hier: Herbstlicher Jahreszeitentisch

Ich wünsche dir ganz viel Freude und Verbundenheit beim Feiern der alten Jahreskreisfeste. 

In meinem Jahreskreis der Mond-Mütter feiern wir diese Feste gemeinsam per Zoom - auch das ist möglich;-)
Fabienne

P.S: Wie feierst du dein ganz persönliches Mabon-Fest? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar. 

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