Wie werde ich gut im Mama-sein?

Eine Leserin

Liebe Fabienne

Mir gefällt, dass du achtsamen Mamis zu mehr Zeit verhilfst. Ich möchte gerne eine achtsame Mutter sein. Eine gute, nein die allerbeste Mutter für meine Kinder sein. Sie sind noch klein, ich habe aufgehört zu Arbeiten und bin nur für sie da. Trotzdem frage ich mich immer wieder ob ich es richtig mache, und ich habe schlechtes Gewissen wenn es mal nicht so gut läuft. Hast du mir einen Tipp, wie ich mich als Mama verbessern kann, wie ich gut werden im Mamasein?

Liebes Mami

Oh, was für eine herzerfüllende Frage! Ich finde es bewundernswert, dass du dir soo viele Gedanken machst. Glaube mir, du bist eine gute, nein, die allerbeste Mama für deine Kinder! Aber ich verstehe dich - wieviele Male hinterfrägt man sich: Habe ich das nun richtig gesagt? Da hätte ich weniger schroff reagieren sollen und in dieser Situation hätte ich bestimmt anders handeln sollen!

Das ist das Schwierige am Mamasein, wie ich finde! Alle anderen Jobs haben Anleitungen, Richtlinien aber als Mama gibt es zwar auch eine Unmenge an Büchern - aber es verändern sich auch ständig die Situationen. Das Kind wird grösser, ein Geschwisterkind kommt hinzu - auf jede Bedürfnissänderung muss man sich neu einstellen! Wie will ich das haben, was meine ich denn dazu, wie reagiere ich darauf? Die Bücher und Onlineseiten können manchmal gut helfen, manchmal nur kurzzeitig und manchmal üüüüberhaupt nicht. Jedes Kind ist anders und reagiert auf entsprechende "Massnahmen" (!) nicht immer wie aus dem Buch! Und überhaupt, sollten wir Mamis doch wieder auf unseren Bauch hören als andere Meinungen zu lesen!

Aber zu deiner Frage, wie du gut wirst im Mamasein! Das ist natürlich eine Definitionsfrage: 

  • Für manche Mamis ist es nebst Erziehung top, das Brot selber zu backen, das Mehl dafür selber zu mahlen, die Familie gesund und ausgewogen zu ernähen, 
  • für andere Mamis ist es wichtig Ordnung und Strukturen zu haben,
  • andere wollen mit den Kindern unterwegs sein, etwas unternehmen
  • usw.

Dies ist eine Grundsatzfrage die nur DU für dich beantworten kannst:

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Was macht eine gute Mama in DEINEN Augen aus?

Was ist dir als Mama wichtig?

Mache eine Liste und schreibe einfach auf was dir einfällt was eine "gute Mama" für dich so ausmacht:

  • Was für Eigenschaften hat eine gute Mama in deinem Sinn? 
  • Was tut sie?
  • Was sagt sie?
  • Für was steht sie?
  • Welche Werte sind ihr wichtig, welche Aktivitäten?
  • Und was tut sie nicht, was sagt sie nicht? 

Du wirst diese Liste wohl nicht in 10 Minuten erledigt haben, es braucht Zeit und Achtsamkeit! Aber die Liste kann sich ja auch ständig verändern, oder?

Nun bringen dich diese vielen Dinge vielleicht unter Druck. Und mit zu wenig Schlaf und manch chaotischen Zeiten geht so vieles vergessen und verloren. Das ist so und darf dich nicht stressen. Deine Kinder brauchen keine perfekte Mutter die alles immer top macht und alles immer im Griff hat.

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Mamas sind auch vergesslich, schlecht gelaunt, unordentlich, tja sogar ungerecht und manchmal "echt fies"!

Deine Kinder werden das alles überleben - es wird sie stark machen - weil sie sehen, dass Schwächen normal sind!

Ah ja, und bitte, eine gute Mutter muss keine 7 farbige, drei-stöckige Geburtstagskuchen backen, sie braucht nicht vollschlank zu sein und immer top gestylt, sie braucht nicht die ersten drei Jahre des Kindes zu Hause zu bleiben und sie braucht auch nicht wieder arbeiten zu gehen.

Egal was andere tun, sagen, machen! Du bist für DEINE Kinder die gute Mutter und sie lieben DICH weil du ihre Mama bist!

Vergleiche dich also nicht! Mit niemanden, denn was weisst du schon von ihrem Alltag, ihrem Rucksack und ihrer Definition. Ich habe dazu schon einen Beitrag geschrieben: Zufriedenheit!

Also, Perfektion ist nicht das Ziel!

  • Nimm 6 Punkte aus deiner Liste und halte am Ende der Woche einen kleinen Rückblick!
  • Wie war die Woche für mich als Mutter? Überlege dir gut, was du diese Woche alles für deine Kinder getan hast, was du gesagt hast, was ihr gemeinsam unternommen habt, wie die Familienstimmung war usw.!
  • Wie viele Achtsamkeiten aus deiner Liste hast du wirklich erfüllt? Sei zufrieden mit dir über jeden einzelnen Punkt! Toll gemacht!
  • Was könntest du nächste Woche tun, damit du noch einen mehr erreichst! Wo wie was hättest du anders erledigen oder reagieren können? Wie kann ich mich stärken, damit ich in der gleichen Situation nächstes Mal besser reagieren, agieren kann in diesem Bereich?
  • Die Bereiche kannst du immer wieder mal verändern, austauschen auf der Liste! Andere Schwerpunkte setzen!

Es geht um den Weg - hinzu was? Selbstreflektion - wo will ich hin, wer will ich sein? Die Betonung liegt darauf, was gut gelaufen ist und wie ich mich worin verbessern kann.

Aaaber ehrlich, ich mache das nicht jede Woche! Das wäre zu viel, mich so zu challengen als Mutter.

Vielleicht magst du immer die erste Woche des Monats dich darauf vermehrt achten? I

Liebes Mami, ich wünsche dir guten Mut und viele schöne Momente. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar dazu wie du dich fühlst und was es mit dir macht. 

Lieben Gruss

Fabienne

P.S: Ich habe einen wunderbaren Kurs: Löwenmama ohne Gebrüll! Es geht nicht um irgendwelche Massnahmen, sondern um dich. Dich in deine Kraft, Stärke und Ruhe zu bringen damit du die sein kannst die du sein willst. 

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