Haushalten mit Kleinkindern

By Fabienne Truffer | Deine Familie

Wie du mit Kleinkindern zum Haushalten kommst.

Jaa der Haushalt ist eine grosse Herausforderung… Obwohl ich immer wieder mit Müttern zu tun habe, welche zu ihrem Haushalt besser schauen als zu ihrem Körper…! Also eigentlich ist nicht das Haushalten ein Thema bei den Mamas;-) Aber daran arbeiten wir unter anderem in meinem Programm zur Behüterin von Zeit und Energie!

Beim ersten Kind ist die Umstellung wohl am grössten. Von einem Paarhaushalt zu einem Familienhaushalt. Vorher war man den ganzen Tag weg, nun den ganzen Tag zuhause, das gibt automatisch mehr Unordnung und Dreck. Zudem natürlich eine kleine Persönlichkeit mehr im Haus.

In meinem Programm für Mütter geht es auch um Organisation und Ordnung und wir bauen Routinen und Pläne auf, damit du zu mehr Gelassenheit, Zeit und Energie kommst. Mit Kindergarten- und Schulkindern ist das sehr gut umsetzbar. Aber eben, mit Babies und Kleinkindern bringt jede Routine nichts, da die Kleinen ihren ganz eigenen Rhythmus haben. Da helfen keine Aufräummails, Putzpläne und Ordnungschallenges.

Haushaltsplanung ist sowieso sehr persönlich, je nachdem wie gross die Wohnfläche ist, wieviele Personen darin wohnen, wie alt diese Menschen sind, wie oft sie zuhause sind, ob Haustiere da sind und nicht zuletzt, wie Sauberkeit definiert wird.

Was also tun? Denn der Boden will sauber sein, die Küche aufgeräumt und aus den Fenstern will man hinaussehen können, nicht wahr?

Nun schau, die Baby- und Kleinkinderzeit ist bald vorbei, den Haushalt in Schuss bringen kannst du dann während der Schulzeit immer noch. Schraube deine Ansprüche diesbezüglich zurück.

Meine Devise und mein erster Tipp für dich:

Maximale Flexibilität, minimale Ansprüche

2. Tipp: Ruhe, wenn deine Kinder ruhen. Jaaa gut, das ist jetzt kein guter Haushaltungstipp, aber einer für dich. Nimm während den Kinder-Schlafenszeiten nicht das ganze Haus auseinenader. Sorge dich erst um dich….wenn dann noch Zeit bleibt kannst du immer noch ein wenig putzen.

3. Tipp: Nutze die Gunst der Stunde. Nimm dir nicht viel vor, mache gar keine Haushaltspläne. Und plötzlich ergibt sich vielleicht ein Zeitfenster weil dein Mann mit dem Kind auf den Spielplatz geht, es ungewohnt lange schläft, oder die Grosseltern zum Kind schauen können. Dann mache etwas dass ansteht.

4. Tipp: Babys ins Tragtuch nehmen, so hast du beide Hände frei, dein Kind spürt dich und ist viel ruhiger. Sobald es die Entwicklung erlaubt trage das Kind auf dem Rücken. Informiere dich dazu bei einer Trageberaterin. Ich habe so sogar den Garten gejätet - geht wunderbar!

5. Tipp: Schaffe in deinem Arbeitsbereich eine «Kinderecke» in der sie sich beschäftigen können. In der Küche hatten meine Kinder einen Schrank mit den Plastik-aufbewahrungsbehältern mit Deckel, die sie ausräumen konnten. War ich am kochen, liess ich sie dort gewähren. Wenn ich im Schlafzimmer aufräumte oder die Betten neu bezog konnten sie an der Strumpfschublade die Strümpfe ausräumen usw.

6. Tipp: Tja meine Liebe, ich hatte übrigens auch ein Laufgitter. Vielleicht schüttelst du nun den Kopf und sagst, ich sperre doch mein Kind nicht in ein Gefängnis. Aber schau, mit einem Krabbelkind den Boden aufzunehmen ist ein schwieriges und auch gefährliches Unterfangen. Für die halbe Stunde waren meine Mädchen im Laufgitter mit ein paar besonderen Spielsachen, die es nur dort hatte. Und hey, wenn ich zu meiner Mutter fuhr, mussten die Kinder 50 Minuten lang hinten im Autositz angezurrt stillsitzen. Also da ist ein Laufgitter dagegen wirklich gar nichts….

7. Tipp: Noch einer den du vielleicht unmöglich findest: den Fernseher. Phuuu, Kleinkindervor den Fernseher parkieren, wie unpädagogisch. Nun, der Fernseher ist nur so unpädagogisch wie du ihn nutzt. Ab zwei Jahren durften meine Mädchen unter dem Boden putzen die Dvd’s mit ihren eigenen Fotos anschauen oder die Filme! Von der Taufe, ihren ersten Schritten, der Weihnachtsfeier usw. Sie hatten einen Riesenspass sich selber oder die Paten oder Grosseltern zu sehen. Später dann kannst du wechseln auf kleine Serien, wähle sie ganz gezielt aus, so dass du genau weisst was sie sich anschauen.

So kannst du jeden Tag einen anderen kleinen Bereich sauber halten. Und das ist doch wirklich schon tipptopp. Wie gesagt: Maximale Flexibilität, minimale Ansprüche, es kommen auch wieder andere Zeiten….

Ich wünsche dir eine ganz wunderbare Baby und Kleinkinderzeit. Geniesse sie, so schnell geht sie vorbei. Buttere hier so richtig deine Zeit rein, aber ohne, dass du dich selber aufgibst.

Ach ja, das Putzen, Aufräumen, Ausmisten tust du sowieso vorzugsweise bei abnehmendem Mond. Bleib also zumindest beim zunehmenden Mond ganz entspannt in Sachen Haushalt...!

Übrigens, wenn du noch wissen willst, wie du dein Kleinkind während den Voll- und Neumondzeiten gut begleiten kannst, ich habe ein kleines pdf dazu zusammengestellt. Denn gerade die Babys und Kleinkinder reagieren besonders auf die Mondphasen. Schau es dir an, dann weisst du wie mit diesen Turbulenzen umgehen…..

Lieben Gruss

Fabienne

P.S: Weitere Tipps zum Thema Putzen findest du in meinem Artikel "Frau Sauber kommt!"

About the Author

Fabienne ist Mama von zwei Mädchen, Hausfrau, Puppenmacherin, Schäferin und Lebensliebhaberin! Sie hilft Mamis, die allen gerecht werden wollen, sich nicht zu verausgaben und ihre Kräfte zu behüten!